Schwerpunkte

Wir haben in der Gastroenterologie zwei diagnostisch-therapeuthische Schwerpunkte - Endoskopie und Ultraschall.

Des Weiteren hat unsere Medizinische Klinik I die Behandlungsschwerpunkte Stoffwechselerkrankungen, Infektiologie und Palliativmedizin

Endoskopie – Spiegelungen von Magen, Darm, Galle und Bauchspeicheldrüse

In der Medizinischen Klinik I des St. Vincenz-Krankenhauses werden jährlich knapp 4000 ambulante oder stationäre endoskopische Untersuchungen durchgeführt. Dies ist möglich durch die große Fachkenntnis und Erfahrung der Untersucher und die gute Zusammenarbeit des eingespielten Teams erfahrener Mitarbeiter in Kombination mit einer hochmodernen Geräteausstattung.

Bei einem großen Teil der Untersuchungen werden


  • Gewebeproben (Biopsien) entnommen
  • kleine Tumoren abgetragen
  • Gallengangsteine entfernt
  • Engstellen durch Einlegen von geeigneten Plastikröhrchen oder Metallnetzen (Stents) überbrückt

Kapsel-Endoskopie

Die Kapsel-Endoskopie dient der Untersuchung des Dünndarms. Dabei wird eine nur 2 cm lange Kapsel, die eine Miniatur-Kamera inklusive Stromversorgung und Steuerelektronik enthält, wie eine Tablette heruntergeschluckt. Die Kapsel benötigt etwa sechs bis acht Stunden zur Passage des Verdauungstraktes. Dabei sendet sie zweimal pro Sekunde ein Bild an eine außen am Körper angebrachte Empfangseinheit. Hier werden die Daten aufgezeichnet und später ausgewertet. Die Kapsel-Endoskopie dient hauptsächlich dem Aufspüren von Blutungsquellen sowie des Nachweises von Polypen im Dünndarm.

Single-Ballon-Enteroskopie

Die Untersuchung des Dünndarms ist mit herkömmlichen Endoskopen sehr schwierig, da der Darm sehr lang und schlecht zu erreichen ist. Eine neue Methode zur Beurteilung des Dünndarms ist die Single-Ballon-Enteroskopie. Hierbei handelt es sich um ein sehr langes Endoskop, welches an der Spitze mit einem aufblasbaren Ballon ausgestattet ist. Mit dieser Einheit kann der komplette Dünndarm untersucht und beurteilt werden. Falls notwendig können auch direkt Proben entnommen, Polypen entfernt oder Blutungen gestoppt werden. Auch eine Behandlung von Engstellen mit Stents ist möglich. Wenn in Sonderfällen der Gallengang mit den Standartendoskopen nicht erreicht werden kann, ist mit der Single-Ballon-Enteroskopie oft doch noch eine ERCP möglich.

Cholangioskopie

Durch den Einsatz besonders dünner Endoskope ist auch eine direkte Spiegelung der Gallenwege möglich, so dass hier Veränderungen erkannt und direkt therapiert werden können. Auch eine Zerkleinerung besonders großer Gallensteine durch einen Laser ist auf diese Weise möglich.

Vorbereitung auf Untersuchungen

Für die Untersuchungen, insbesondere für die aufwendigeren therapeutischen Eingriffe, bekommen die Patienten unter engmaschiger Überwachung eine sog. "Schlafspritze" (Analgosedierung). Damit wird der Schmerz medikamentös ausgeschaltet (Analgesie) bei gleichzeitiger Beruhigung (Sedierung). Die Untersuchungen werden deshalb von den Patienten nicht als unangenehm empfunden.

Infektionsrisiko bei endoskopischen Untersuchungen

Die Untersuchungen und die Geräteaufbereitung (Reinigung), erfolgen nach den hygienischen Standards, die für zertifizierte Darmzentren vorgeschrieben sind. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand besteht kein Risiko für die Übertragung einer Infektionskrankheit durch eine endoskopische Untersuchung.

Notfalldienst - Endoskopie

Wir halten einen 24-Stunden-Notfallendoskopie-Dienst vor. Dadurch können wir beispielsweise lebensbedrohlich starke Blutungen rasch behandeln. Weitere Notfälle können durch eingeklemmte Gallensteine auftreten. Neben kolikartigen Schmerzen können eine schwere Entzündung der Gallenwege (Cholangitis) oder der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) verursacht werden.

Kooperation

Seit 2007 besteht eine Kooperation des St. Vincenz-Krankenhauses mit der Gastroenterologischen Praxis Andersen/Tonk. Die ärztlichen Kollegen dieser Praxis führen täglich einen Teil ihrer Untersuchungen in den Räumlichkeiten der Endoskopischen Abteilung der Medizinischen Klinik I durch. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung und einen ständigen Austausch unter den Ärzten. Wenn für Sie als Patient dieser Praxis ein stationärer Aufenthalt notwendig sein sollte, ist die Kontinuität ihrer Versorgung durch diese kurzen Wege einfach gewährleistet.

Endoskopische Leistungen

  • diagnostische und therapeutische Ösophago-Gastro-Duodenoskopie („Magenspiegelung“)
  • „Push and Pull-Enteroskopie“ des Dünndarms
  • Ileocoloskopie (Untersuchung des oberen Dünndarms)
  • Koloskopie (Untersuchung des Dickdarmes)
  • Behandlung gastrointestinaler Blutungen (durch Unterspritzung, Clips, Fibrinkleber)
  • Behandlung von Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) durch Abschnüren und Veröden
  • Polypektomie (Entfernung von Polypen)
  • Mukosektomie (Schleimhaut-Abtragung) bei Dysplasien (Zellveränderungen) bzw. Gewebewucherungen in Speiseröhre und Magen
  • Endoskopische Submukosa Dissektion (ESD) (Hybridknife)
  • Fremdkörper-Entfernung
  • Metall-Endoprothesen (Stents) bei bösartigen Verengungen in Speiseröhre Magen, Dünn- und Dickdarm
  • Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG = künstliche Verbindung zwischen Bauchwand und Magen durch die Haut zur künstlichen Ernährung)
  • Argon-Plasma- und Laser-Koagulation von blutenden und stenosierenden Tumoren (spezielle Methode zur „Verkochung" krankhaften Gewebes durch Hochfrequenzstrom)
  • Bougierung und Ballondilatation (Aufdehnung von gut- und bösartigen Verengungen der Speiseröhre, des Magens und des oberen Dünndarms)
  • Interventionelle ERCP (Untersuchung des Gallenwegs- und Bauchspeicheldrüsensystems)
Endoskopische Drainage von Bauchspeicheldrüsen-Zysten
  • Interventionelle ERCholangioskopie
  • Cholangioskopie
  • RFA der Gallenwege
  • Endoskopische Drainage von Pankreaspseudozysten und Abszessen
  • Perkutan transhepatische Cholangiographie (PTCD; ein Verfahren zur Darstellung der Gallenwege)
  • Diagnostische und interventionelle Endosonographie
  • Endoskopische Nekrosektomie
  • Bronchoskopie (Spiegelung der Bronchien)
  • Mini-Laparoskopie
  • Kapselendoskopie
  • Endoskopische Submukosa Dissektion (ESD) mit Hybrid Knife
  • RFA der Gallenwege, Fistel, Perforationsverschluß mit OTSC-Clip

Sonographie – Ultraschall-Untersuchungen

Ultraschall ist schnell, fast überall verfügbar und nicht belastend. Ultraschall-Untersuchungen sind in einigen Bereichen genauso aussagekräftig wie eine Computer- oder Magnetresonanztomographie, manchmal sogar noch deutlicher.

Der Ultraschall ist im Schwerpunkt Gastroenterologie des St. Vincenz-Krankenhauses gut ausgebaut und besitzt mit etwa 3.500 Ultraschall-Untersuchungen einen hohen Stellenwert in der alltäglichen Patientenversorgung.

Wie funktioniert der Ultraschall (Sonographie) und wozu dient er?

Wale und Fledermäuse nutzen den Ultraschall zur Orientierung. Bei der medizinischen Ultraschall-Untersuchung werden ebenso Schallwellen ausgesandt, von den Körperstrukturen reflektiert und vom Gerät wieder empfangen.

Für technisch Interessierte: Im Schallkopf des Ultraschallgerätes werden durch elektrische Spannung Quarzkristalle in Schwingungen versetzt (indirekter piezoelektrischer Effekt). Die dabei entstehenden Schallwellen sind jenseits des hörbaren Bereiches (Ultraschall). Sie werden ausgesendet und von fester oder flüssiger Materie reflektiert. Die reflektierten Schallwellen werden von der Ultraschallsonde wieder empfangen und in eine elektrische Spannung zurückgewandelt (direkter piezoelektrischer Effekt). Durch eine computerunterstützte Auswertung dieser Signale werden auf einem Bildschirm zwei- und z.T. auch dreidimensionale Bilder zahlreicher Organe und Körperregionen erzeugt. Dabei stellt sich Flüssigkeit (Blut, Galle) schwarz dar, Knochen und Steine weiß (Gallensteine). Luft leitet Ultraschallwellen schlecht und ist deshalb der „Todfeind“ des Ultraschalls. Luftgefüllte Darmschlingen machen die Beurteilung der Bauchorgane manchmal schwierig.

Vorbereitung und Durchführung von Ultraschall-Untersuchungen des Bauchraumes (Abdomen-Sonographie)

Die Untersuchung wird am liegenden Patienten durchgeführt. Der Kontakt zwischen Ultraschallkopf und Haut wird zur besseren Schallleitung durch ein wasserlösliches Gel optimiert. Die für die Untersuchung der Abdominalorgane ausgesandten Ultraschallwellen (in der Regel 3,5 bis 5 MHz) sind nach derzeitigem Kenntnisstand ungefährlich. Die besten Untersuchungsbedingungen sind morgens beim nüchternen Patienten gegeben. Die Untersuchung dauert zwischen 10 und 30 Minuten.

Die Ultraschalltechnik ermöglicht auch eine gezielte Probenentnahme (Feinnadelpunktion) aus auffälligen Bezirken. In unserer Abteilung werden auf diese Weise Raumforderungen in der Leber oder in anderen Organen abgeklärt. Nach Kontrolle der Blutgerinnung wird unter sterilen Bedingungen und nach einer örtlichen Betäubung mit einer dünnen Nadel unter Ultraschallkontrolle eine Gewebeprobe entnommen. Diese wird anschließend feingeweblich untersucht. Hierdurch ist in den meisten Fällen eine Sicherung der Diagnose möglich. Dies hat für die weitere Therapie entscheidende Konsequenzen.

Die Ultraschalltechnik wird auch genutzt um bei Infektionen des Bauchraumes gezielt Ableitungen (Drainagen) zu legen, wodurch in diesen Fällen in der Regel eine Operation vermieden werden kann.

Ebenfalls nutzen wir das Ultraschallgerät um spezielle Sonden in Tumore einzulegen, welche anschließend den Tumor durch Abgabe bestimmter Radiowellen zerstören (RFTA).

Die in unserer Klinik betriebene Funktionsdiagnostik umfasst die derzeit etablierten gängigen Methoden zur Messung von Magensäure in der Speiseröhre (Ösophagus-pH-Metrie), der Druckverhältnisse in der Speiseröhre (Manometrie), dem Nachweis von Helicobacter pylori (C13-Atemtest) und von Fehlbesiedlungen des Darms bzw. einer Milchzucker-(Laktose)-Unverträglichkeit (H2-Atemtest).

Die Endoskopie- und Sonographie-Abteilung wird von Ilse Frenkel, Gesundheits- und Krankenpflegerin mit der Fachweiterbildung Endoskopie, geleitet. Ihr steht ein erfahrenes Team zur Seite.


Sonographische Leistungen

  • Abdomen- und Hals-Sonographie
  • Kontrastverstärkte Sonographie (Sonovue®)
  • Duplex-/Dopplersonographie
  • Leberpunktion
  • Ultraschallgesteuerte Punktion von Abdominalorganen und Schilddrüse
  • Ultraschallgesteuerte Drainagenanlage
  • Radiofrequenzablation von malignen Tumoren (RFA)
  • Perkutane Ethanolinjektion 

 

Des Weiteren hat unsere Medizinische Klinik I die Behandlungsschwerpunkte Stoffwechselerkrankungen, Infektiologie und Palliativmedizin

Stoffwechselerkrankungen / Diabetologie

Ca. 5-8% der Deutschen leiden an der „Zuckerkrankheit“ (Diabetes mellitus). Das  sind in Deutschland etwa 4 – 6 Millionen Menschen. Bei 90% der Diabetiker liegt der Diabetes Typ 2 vor, früher „Altersdiabetes“ genannt, bei 10% der Diabetes Typ 1, früher „jugendlicher Diabetes“ genannt.

Die medizinische Versorgung von Diabetikern erfolgt in der Regel ambulant durch die niedergelassenen Hausärzte und Spezialisten. Dennoch kann manchmal ein stationärer Aufenthalt notwendig sein. Beispiele dafür sind

  • schwierige Neueinstellungen und gefährliche Entgleisungen des Blutzuckers und
  • die Suche nach bzw. die Behandlung von Komplikationen in anderen Organen wie Herz, Kreislauf, Nieren, Durchblutung der Beine und des Gehirns.

Die Versorgung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik II (Chefarzt Dr. Peter Lenga) mit den Schwerpunkten Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Nephrologie. Link zu 3.1.8!

Unser Versorgungskonzept umfasst:

  • Beginn oder Neueinstellung einer blutzuckersenkenden Behandlung einschließlich einer Patientenschulung, wenn dies ambulant nicht möglich ist.
  • Notfallaufnahme bei gefährlichen Zuckerentgleisungen (schwere Hypoglykämie, Ketoazidose, ausgeprägte Hyperglykämie).
  • Abklärung von Risikofaktoren wie Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen und deren Behandlung.
  • Abklärung und Behandlung möglicher Folgekrankheiten des Diabetes wie koronare Herzkrankheit, Durchblutungsstörungen der Halsgefäße, Durchblutungs- und Gefühlsstörungen der Beine, Nieren- und Augenschädigungen.
  • Beratung und Mitbehandlung (Konsiliardienst) für die anderen Fachabteilungen des Krankenhauses. Ca. 20% aller stationären Patienten haben Diabetes mellitus, viele von ihnen liegen wegen Folgeschäden des Diabetes im Krankenhaus. In den besonderen Behandlungssituation, z.B. vor und nach einer Operation, auf der Intensivstation, im Rahmen schwerer Infekte und bei Behandlungen, die eine Verschlechterung der Blutzuckerwerte als Nebenwirkung haben, wie die Behandlung mit Kortison, ist eine besondere Vorgehensweise nötig. Hierbei unterstützt das Diabetesteam die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte des Patienten.
  • Diabetesberatungsteam bestehend aus eine Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Weiterbildung zur Diabetesberaterin und zwei Ärzten. Neben der individuellen Ernährungsberatung zum Beispiel über zuckerfreie Vollwert- oder Reduktionskost für Übergewichtige gehört auch eine aufwändige Fußanalyse zu der Diabetesberatung. Das Team versorgt vorrangig Patienten der drei medizinischen Kliniken. Beratend kann das Team für alle Patienten im St. Vincenz-Krankenhaus hinzugezogen werden.
  • Versorgung von Patienten mit „diabetischem Fußsyndrom“. Die Optimale Versorgung dieser Patienten erfordert eine besondere Expertise im Wundmanagement und eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen wie der Radiologie und der Chirurgie, aber auch mit kompetenten medizinischen Fußpfleger, orthopädischen Schuhmachern u.a..

Infektiologie

Die Infektiologie ist die Lehre von den Infektionskrankheiten. Die klassischen Seuchen spielen bei uns keine Rolle mehr. Heute leiden die Patienten unter meist harmlosen Infektionen des Magen-Darm-Trakts oder der oberen Atemwege. 

Zunehmend erkranken Menschen an chronischen Infektionskrankheiten wie Hepatitis B und C und HIV-AIDS, Tropenkrankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber oder an neuen Epidemien, wie z.B. Magen-Darm Erkrankungen durch das Noro-Virus. Immer noch erkranken Menschen an Tuberkulose. Eine ganz besondere Bedeutung haben im Krankenhausbereich Infektionen mit Bakterien, die durch den Einsatz von Antibiotika resistent geworden sind und zu schweren Erkrankungen führen. 

Viele Patienten, die beispielsweise wegen einer Operation in Krankenhäuser aufgenommen werden, sind Träger von vielfach resistenten Erregern wie MRSA und VRE.  Diese Erreger machen selten krank. Weil die Behandlung durch die Resistenzen sehr schwierig ist, muss ihre Verbreitung unbedingt  verhindert werden. 

Die Aufgaben der Infektiologie sind

  • Patienten mit Infektionen effektiv zu behandeln und
  • die Umgebung der Patienten im Krankenhaus oder außerhalb, vor Ansteckung zu schützen. 

Die Medizinische Klinik III verfügt auf der E-Station über 12 Betten, die im Landeskrankenhausplan als Infektiologische Betten ausgewiesen sind (Infektionsstation). Schleusen vor diesen Zimmern ermöglichen eine sorgfältige Hygiene zum Schutz der Patienten oder der Umgebung.

Palliativmedizin

Das oberste Ziel ärztlichen Handelns ist die Heilung einer Krankheit. Häufig ist eine Heilung jedoch nicht möglich wie bei fortgeschrittenen Krebsleiden oder chronischen Erkrankungen der Nieren, des Herzens oder der Leber. Wenn die Belastung einer medizinischen Maßnahme größer ist als ihr Nutzen, ist es sinnvoll, auf diese Maßnahmen zu verzichten.

Palliativmedizin ist „die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung, für die das Hauptziel der Begleitung die Lebensqualität ist“ (Definition der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin). Neben der Kontrolle von beeinträchtigenden Symptomen wie Schmerzen oder Übelkeit/Erbrechen geht es auch, wenn nötig, um psychosoziale, emotionale und spirituelle Unterstützung. Ziel der Behandlung soll auch jetzt sein, den Patienten so schnell wie möglich zu entlassen. Wenn mit dem baldigen Tod zu rechnen ist, soll ein Sterben daheim möglich gemacht werden.

Die Verbindung von guter medizinischer Versorgung und menschlicher Zuwendung war immer Selbstverständnis des St. Vincenz-Krankenhauses. Mit dem Ausbau der Palliativmedizin möchte das St. Vincenz-Krankenhaus der gesellschaftlichen und medizinischen Entwicklung Rechnung tragen.

Auf der Station E des St. Vincenz-Krankenhauses wurde eine Palliativeinheit für die spezialisierte palliativmedizinische Versorgung der Patienten geschaffen. Aber auch auf den anderen Stationen im St. Vincenz-Krankenhaus sollen allgemeine palliativmedizinische Aspekte, insbesondere der Schmerztherapie, stärkere Berücksichtigung finden.

Die ganzheitliche Betrachtung des Patienten auf diesen verschiedenen Ebenen setzt die enge Zusammenarbeit von Ärzten, Pflege, Schmerztherapeuten, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Sozialdienst und Seelsorge im Krankenhaus voraus. Eine Entlassung muss sorgfältig mit den Angehörigen, dem behandelnden Hausarzt und eventuell einem Pflegedienst vorbereitet werden.

Die stationäre Versorgung ist dabei ein Baustein der palliativmedizinischen Versorgungsstruktur. Hausärzte, Ärzte aus den beiden Krankenhäusern St.-Laurentius-Stift Waltrop und St. Vincenz-Krankenhaus Datteln, Pflegedienste der Region und das Dattelner St. Elisabeth-Hospiz sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger der Region (Link http://www.caritas-datteln.de/hospiz.html) haben sich  zu dem Palliativnetz Ostvest e.V. zusammengeschlossen (Link http://www.palliativnetz-ostvest.de/). Diese Enge Zusammenarbeit verbessert die Versorgung von schwerstkranken Patienten im Ostvest. 

pdf download Palliativmedizinische Versorgung auf der E-Station
pdf download Infoflyer Palliativnetz Ostvest

Folgende Mitarbeiter kümmern sich in besonderer Weise um die Patienten in der Palliativeinheit:

Dr. med. Matthias Zorn, Oberarzt, Facharzt für Innere Medizin, Gastoenterologie
Cornelia Petrausch, pflegerische Stationsleitung, Weiterbildung Schmerztherapie
Eva Pauly, Gesundheits- u. Krankenpflegerin, Weiterbildung Palliative Care
Dipl.-Psych. Christoph Emmrich, Psychoonkologe
Dipl.-Sozialarbeiterin. Sigrid Lichtenthäler
Dipl.-Sozialarbeiterin. Birgit Bona-Schmidt
Andreas Garthaus, Diakon und katholischer Krankenhausseelsorger
Andreas Wuttke, Pfarrer und evangelischer Krankenhausseelsorger