Schwerpunkte

Die Medizinische Klinik I des St. Vincenz-Krankenhaus deckt neben dem kompletten Spektrum der diagnostischen und interventionellen Gastroenterologie, auch die Bereiche Hämato-Onkologie (Leitende Oberärztin Frau Reinhardt), Palliativmedizin (OÄ Frau Weis), Diabetologie (Zertifiziertes Zentrum, betreut durch OÄ Frau Dr. med. Pakulski) und Infektiologie mit ab.

In der Endoskopie sind vier Fachärzte für Innere Medizin mit der Zusatzbezeichnung Gastroenterologie, sowie vier Fachärzte für Innere Medizin tätig. Es besteht die volle Weiterbildungsermächtigung. Im Jahr werden ca. 5600 endoskopische Untersuchungen durchgeführt, wobei der Schwerpunkt auf therapeutischen Maßnahmen liegt. Aufgrund der vorgehaltenen Expertise von Ärzten und Pflegepersonal, sowie den vorhandenen high end Geräten, ist das Spektrum der durchführbaren Eingriffe vergleichbar mit universitären Einrichtungen oder den Maximalversorgern der Region.

Vorbereitung auf Untersuchungen

Für die Untersuchungen, insbesondere für die aufwendigeren therapeutischen Eingriffe, bekommen die Patienten unter engmaschiger Überwachung eine sog. "Schlafspritze" (Sedierung). Die Untersuchungen werden deshalb von den Patienten nicht als unangenehm empfunden. Wir nutzen in der Regel CO² als Gas in den Untersuchungen, welches vom Körper schneller als Luft abgebaut werden kann und somit die Endoskopie als angenehmer empfunden wird.

Infektionsrisiko bei endoskopischen Untersuchungen

Die Untersuchungen und die Geräteaufbereitung (Reinigung), erfolgen nach den hygienischen Standards des RKI, die für zertifizierte Darmzentren vorgeschrieben sind. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand besteht kein Risiko für die Übertragung einer Infektionskrankheit durch eine endoskopische Untersuchung.

Notfalldienst - Endoskopie

Wir halten einen 24-Stunden-Notfallendoskopie-Dienst vor. Dadurch können wir beispielsweise lebensbedrohlich starke Blutungen rasch behandeln. Weitere Notfälle können durch eingeklemmte Gallensteine auftreten. Neben kolikartigen Schmerzen können eine schwere Entzündung der Gallenwege (Cholangitis) oder der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) verursacht werden. Diese Steine können dann im Rahmen einer Endoskopie entfernt werden.

Kooperation

Seit 2007 besteht eine Kooperation des St. Vincenz-Krankenhauses mit der Gastroenterologischen Praxis Andersen/Tonk. Die ärztlichen Kollegen dieser Praxis führen täglich einen Teil ihrer Untersuchungen in den Räumlichkeiten der Endoskopischen Abteilung der Medizinischen Klinik I durch. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung und einen ständigen Austausch unter den Ärzten. Wenn für Sie als Patient dieser Praxis ein stationärer Aufenthalt notwendig sein sollte, ist die Kontinuität ihrer Versorgung durch diese kurzen Wege einfach gewährleistet.

Leistungsspektrum Interventionelle Endoskopie und Funktionsdiagnostik:

Ösophagus (Speiseröhre):

  • Spaltung von Zenkerdivertikeln (Divertikulotomie)
  • Therapie von Engstellen im Ösophagus mittels Bougierung oder Ballondilatation
  • Therapie der Achalasie mit Dilatation oder Botox-Injektion
  • Therapie von Barrettmukosa mit Kappenmukosektomie oder ESD
  • RFA-Therapie von Barrettmukosa
  • Ligatur von Ösophagusvarizen
  • Abklärung von nicht kardialem Thoraxschmerz oder Dysphagie mittels Impedanz-High Resolution Manometrie
  • ph-Metrie (mit Impedanzmessung) zur Abklärung von Refluxbeschwerden , ggf. auch zum Therapiemonitoring oder Abklärung von nicht saurem Reflux

Magen/Duodenum (Zwölffingerdarm):

  • Therapie von Fundusvarizen mit Histoacryl
  • ESD (endoskopische Submukosadissektion) bei Adenomen/Frühkarzinomen
  • Endoskopische Mukosaresektion im Duodenum
  • PEG/PEJ-Anlage mittels Direktpunktionstechnik und vorheriger Gastropexie bei Stenosen die nur noch mit einem Kindergastroskop überwunden werden können
  • Durchführung von Lactase-Quicktest zur bioptischen Abklärung Lactoseintoleranz
  • Therapie von Magenentleerungsstörungen (Dilatation oder Botox-Injektion
  • Gastrale POEM
  • FTRD Resektion im oberen GI-Trakt

Dünndarm:

  • Singelballonenteroskopie mit der Möglichkeit zur Intervention (APC, Polypektomie, Dilatation, Histologiegewinnung)
  • Kapselenteroskopie

Gallenwege/Pankreas (Bauchspeicheldrüse):

  • Komplexe ERCP mit Intervention (Lithotrypsie/Stenting...)
  • Klassische Cholangioskopie und perorale direkte Cholangioskopie
  • PTCD, Rendezvous Verfahren
  • Therapie operierter Patienten mit Single Ballon ERC
  • RFA der Gallenwege
  • Endosonographischer Zugang zum Gallengangssystem
  • Multimodale Therapie nekrotisierender Pankreatitiden mit transgastraler Drainage mit Stenting, transgastralen Nekrosektomien
  • Endosonographische Diagnostik mit hohen Fallzahlen (ca. 850/Jahr)
  • Endosonographische Punktionen (diagnostisch zur Histologiegewinnung aber auch therapeutisch, z.B. Plexusblockaden) sowohl im oberen als auch unterem GI Trakt

Kolon (Dickdarm)

  • Abtragung auch großflächiger Polypen mittels endoskopischer Mukosaresektion
  • ESD im Rektum
  • Therapie von Rezidiven, Frühkarzinomen und NET des Rektums mittels endoskopischer Vollwandresektion (FTRD-System)

Im gesamten GI-Trakt Einsatz des OTSC Systems zur Blutstillung, Perforationsverschluß, Fisteltherapie

Zudem Implantation von selbstexpandierenden Metallgitter-Stents zur Therapie von Stenosen oder im Rahmen der transgastralen Nekrosektomien, Verwendung des Hot-Axios Systems

Durchführung von Atemtesten (Lactose/Fruktose/Sorbit/Glucose (bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms)

Sonographie – Ultraschall-Untersuchungen

Ultraschall ist schnell, fast überall verfügbar und nicht belastend. Ultraschall-Untersuchungen sind in einigen Bereichen genauso aussagekräftig wie eine Computer- oder Magnetresonanztomographie, manchmal sogar noch deutlicher.

Der Ultraschall ist im Schwerpunkt Gastroenterologie des St. Vincenz-Krankenhauses gut ausgebaut und besitzt mit etwa 4.000 Ultraschall-Untersuchungen einen hohen Stellenwert in der alltäglichen Patientenversorgung.

Wie funktioniert der Ultraschall (Sonographie) und wozu dient er?

Wale und Fledermäuse nutzen den Ultraschall zur Orientierung. Bei der medizinischen Ultraschall-Untersuchung werden ebenso Schallwellen ausgesandt, von den Körperstrukturen reflektiert und vom Gerät wieder empfangen.

Für technisch Interessierte: Im Schallkopf des Ultraschallgerätes werden durch elektrische Spannung Quarzkristalle in Schwingungen versetzt (indirekter piezoelektrischer Effekt). Die dabei entstehenden Schallwellen sind jenseits des hörbaren Bereiches (Ultraschall). Sie werden ausgesendet und von fester oder flüssiger Materie reflektiert. Die reflektierten Schallwellen werden von der Ultraschallsonde wieder empfangen und in eine elektrische Spannung zurückgewandelt (direkter piezoelektrischer Effekt). Durch eine computerunterstützte Auswertung dieser Signale werden auf einem Bildschirm zwei- und z.T. auch dreidimensionale Bilder zahlreicher Organe und Körperregionen erzeugt. Dabei stellt sich Flüssigkeit (Blut, Galle) schwarz dar, Knochen und Steine weiß (Gallensteine). Luft leitet Ultraschallwellen schlecht und ist deshalb der „Todfeind“ des Ultraschalls. Luftgefüllte Darmschlingen machen die Beurteilung der Bauchorgane manchmal schwierig.

Vorbereitung und Durchführung von Ultraschall-Untersuchungen des Bauchraumes (Abdomen-Sonographie)

Die Untersuchung wird am liegenden Patienten durchgeführt. Der Kontakt zwischen Ultraschallkopf und Haut wird zur besseren Schallleitung durch ein wasserlösliches Gel optimiert. Die für die Untersuchung der Abdominalorgane ausgesandten Ultraschallwellen (in der Regel 3,5 bis 5 MHz) sind nach derzeitigem Kenntnisstand ungefährlich. Die Untersuchung dauert zwischen 10 und 30 Minuten.

Die Ultraschalltechnik ermöglicht auch eine gezielte Probenentnahme (Feinnadelpunktion) aus auffälligen Bezirken. In unserer Abteilung werden auf diese Weise Raumforderungen in der Leber oder in anderen Organen abgeklärt. Nach Kontrolle der Blutgerinnung wird unter sterilen Bedingungen und nach einer örtlichen Betäubung mit einer dünnen Nadel unter Ultraschallkontrolle eine Gewebeprobe entnommen. Diese wird anschließend feingeweblich untersucht. Hierdurch ist in den meisten Fällen eine Sicherung der Diagnose möglich. Dies hat für die weitere Therapie entscheidende Konsequenzen.

Die Ultraschalltechnik wird auch genutzt um bei Infektionen des Bauchraumes gezielt Ableitungen (Drainagen) zu legen, wodurch in diesen Fällen in der Regel eine Operation vermieden werden kann.

Ebenfalls nutzen wir das Ultraschallgerät um spezielle Sonden in Tumore einzulegen, welche anschließend den Tumor durch Abgabe bestimmter Radiowellen zerstören (RFTA).

Die in unserer Klinik betriebene Funktionsdiagnostik umfasst die derzeit etablierten gängigen Methoden zur Messung von Magensäure in der Speiseröhre (Ösophagus-pH-Metrie), der Druckverhältnisse in der Speiseröhre (HR- Manometrie), dem Nachweis von Helicobacter pylori (C13-Atemtest) und von Fehlbesiedlungen des Darms bzw. einer Milchzucker-(Laktose)-Unverträglichkeit (H2-Atemtest).

Die Endoskopie- und Sonographie-Abteilung wird von Uwe Kolem, Gesundheits- und Krankenpfleger mit der Fachweiterbildung Endoskopie, geleitet. Ihr steht ein erfahrenes Team zur Seite.


Sonographische Leistungen

  • Abdomen- und Hals-Sonographie
  • Kontrastverstärkte Sonographie (Sonovue®)
  • Duplex-/Dopplersonographie
  • Leberpunktion
  • Ultraschallgesteuerte Punktion von Abdominalorganen und Schilddrüse
  • Ultraschallgesteuerte Drainagenanlage
  • Radiofrequenzablation von malignen Tumoren (RFA)
  • Perkutane Ethanolinjektion 

 

Des Weiteren hat unsere Medizinische Klinik I die Behandlungsschwerpunkte Stoffwechselerkrankungen, Infektiologie und Palliativmedizin

Stoffwechselerkrankungen / Diabetologie

Ca. 10% der Deutschen leiden an der „Zuckerkrankheit“ (Diabetes mellitus). Das sind in Deutschland etwa 7,5 Millionen Menschen. Bei 90% der Betroffenen liegt der Diabetes Typ 2 vor, früher „Altersdiabetes“ genannt, bei 5% der Diabetes Typ 1, früher „jugendlicher Diabetes“ genannt.

Die medizinische Versorgung von Diabetikern erfolgt in der Regel ambulant durch die niedergelassenen Hausärzte und Spezialisten. Dennoch kann manchmal ein stationärer Aufenthalt notwendig sein. Beispiele dafür sind

  • schwierige Neueinstellungen und gefährliche Entgleisungen des Blutzuckers und
  • die Suche nach bzw. die Behandlung von Komplikationen in anderen Organen wie Herz, Kreislauf, Nieren, Durchblutung der Beine und des Gehirns.
  • Verschlechterung von Diabetesschäden im Bereich der Füße

Wir arbeiten mit allen Fachabteilungen des Hauses zusammen und in diesem Zusammenhang erlangten wir als Anerkennung, die Zertifizierung der deutschen Diabetesgesellschaft „Klinik für Diabetespatienten geeignet“.
Dazu gehört auch eine regelmäßige Schulung der Pflegekräfte.

Unser Versorgungskonzept umfasst:

  • Beginn oder Neueinstellung einer blutzuckersenkenden Behandlung einschließlich einer Patientenschulung, wenn dies ambulant nicht möglich ist.
  • Notfallaufnahme bei gefährlichen Zuckerentgleisungen (schwere Hypoglykämie, Ketoazidose, ausgeprägte Hyperglykämie).
  • Abklärung von Risikofaktoren wie Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen und deren Behandlung.
  • Abklärung und Behandlung möglicher Folgekrankheiten des Diabetes wie koronare Herzkrankheit, Durchblutungsstörungen der Halsgefäße, Durchblutungs- und Gefühlsstörungen der Beine, Nieren- und Augenschädigungen.
  • Beratung und Mitbehandlung (Konsiliardienst) für die anderen Fachabteilungen des Krankenhauses. Ca. 20% aller stationären Patienten haben Diabetes mellitus, viele von ihnen liegen wegen Folgeschäden des Diabetes im Krankenhaus. In den besonderen Behandlungssituation, z.B. vor und nach einer Operation, auf der Intensivstation, im Rahmen schwerer Infekte und bei Behandlungen, die eine Verschlechterung der Blutzuckerwerte als Nebenwirkung haben, wie die Behandlung mit Kortison, ist eine besondere Vorgehensweise nötig. Hierbei unterstützt das Diabetesteam die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte des Patienten.
  • Diabetesberatungsteam bestehend aus zwei Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Weiterbildung zur Diabetesberaterin und zwei Ärzten. Neben der individuellen Beratung über Ernährung, Bewegung, Medikation gehört auch eine aufwändige Fußanalyse.
  • Versorgung von Patienten mit „diabetischem Fußsyndrom“. Die Optimale Versorgung dieser Patienten erfordert eine besondere Expertise im Wundmanagement und eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen wie der Radiologie und der Chirurgie, aber auch mit kompetenten medizinischen Fußpfleger, orthopädischen Schuhmachern u.a.

Infektiologie

Die Infektiologie ist die Lehre von den Infektionskrankheiten. Die klassischen Seuchen spielen bei uns keine Rolle mehr. Heute leiden die Patienten unter meist harmlosen Infektionen des Magen-Darm-Trakts oder der oberen Atemwege. 

Zunehmend erkranken Menschen an chronischen Infektionskrankheiten wie Hepatitis B und C und HIV-AIDS, Tropenkrankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber oder an neuen Epidemien, wie z.B. Magen-Darm Erkrankungen durch das Noro-Virus. Immer noch erkranken Menschen an Tuberkulose. Eine ganz besondere Bedeutung haben im Krankenhausbereich Infektionen mit Bakterien, die durch den Einsatz von Antibiotika resistent geworden sind und zu schweren Erkrankungen führen. 

Viele Patienten, die beispielsweise wegen einer Operation in Krankenhäuser aufgenommen werden, sind Träger von vielfach resistenten Erregern wie MRSA und VRE.  Diese Erreger machen selten krank. Weil die Behandlung durch die Resistenzen sehr schwierig ist, muss ihre Verbreitung unbedingt  verhindert werden. 

Die Aufgaben der Infektiologie sind

  • Patienten mit Infektionen effektiv zu behandeln und
  • die Umgebung der Patienten im Krankenhaus oder außerhalb, vor Ansteckung zu schützen. 

Die Medizinische Klinik III verfügt auf der E-Station über 12 Betten, die im Landeskrankenhausplan als Infektiologische Betten ausgewiesen sind (Infektionsstation). Schleusen vor diesen Zimmern ermöglichen eine sorgfältige Hygiene zum Schutz der Patienten oder der Umgebung.

Palliativmedizin

Palliativmedizin leitet sich aus dem lateinischen Wort „palliare“, d.h. Ummanteln ab. Palliativmedizin ist nicht -wie viele Menschen auch heute oft noch glauben – eine Form der Sterbebegleitung, sondern ein umfassendes Konzept zur Begleitung von Patienten, die an einer nicht mehr heilbaren Erkrankung leiden. Dies können Krebserkrankungen, aber auch Herz- Lungen- oder Nierenerkrankungen, dementielle oder neurologische Erkrankungen sein.

Da im Rahmen einer solchen Erkrankung oft unterschiedlichste Probleme auftreten können, ist es für uns sehr wichtig, Sie und Ihre Angehörigen möglichst umfassend zu unterstützen. Das heißt, dass wir uns nicht nur um medizinische Belange (z.B. Schmerztherapie, Wundversorgung, onkologische Therapien und deren Nebenwirkungsmanagement) kümmern, sondern sie auch in der Auseinandersetzung mit der Erkrankung und allen damit einhergehenden Problemen unterstützen möchten.
Diese Probleme können sehr vielfältig sein:
Hierzu gehören soziale Fragen (Schwerbehindertenausweis, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, weitere Unterstützung der Pflege etc.), aber auch Fragen nach dem Warum, nach der Sinnhaftigkeit des Lebens oder danach, wie es überhaupt weitergehen soll.

Hierbei arbeiten wir sowohl mit schulmedzinischen Mitteln, aber auch mit Aromaölen, physiotherapeutischen Maßnahmen, Entspannungseinheiten und Gesprächseinheiten. Auch die Ernährungsmedizinin spielt hier eine wichtige Rolle, da gerade Tumorpatienten oft unter Appetitlosigkeit und Übelkeit leiden und so die Nahrungsaufnahme erschwert ist.

All dies kann nur von einem multiprofessionellen Team bestehend aus Ärzten, Pflegenden, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern, Psychoonkologen, Ernährungsberatern, onkologischen Fachkräften und Seelsorgern geleistet werden.
Uns ist es sehr wichtig unsere Patienten nicht auf ihre Erkrankung zu reduzieren, sondern eine bestmögliche Einbindung in ein „normales“ Leben zu ermöglichen. Deshalb erarbeiten wir mit Ihnen und Ihren Zugehörigen gemeinsam Konzepte, die Sie auch im Alltag umsetzen können, um eine bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.

Entgegen der oft landläufigen Meinung versorgen wir nicht nur Menschen im Endstadium einer nicht mehr heilbaren Erkrankung, sondern möchten Sie frühest möglich begleiten, damit Sie möglichst lange eine gute Lebensqualität aufrecht erhalten können.

Die Verbindung von guter medizinischer Versorgung und menschlicher Zuwendung war immer Selbstverständnis des St. Vincenz-Krankenhauses.
Mit dem Ausbau der Palliativmedizin möchte das St. Vincenz-Krankenhaus der gesellschaftlichen und medizinischen Entwicklung Rechnung tragen.

Wir verfügen auf unserer neu sanierten Palliativstation über 6 Betten (2 Einzelzimmer, 2 Doppelzimmer). Diese befindet sich auf der Station 5rechts in enger Anbindung zur interdisziplinären onkologischen Station.

Wir haben die Möglichkeit auch Patienten anderer Fachabteilungen im Rahmen eines Konsiliardienstes palliativmedizinisch mitzubetreuen. Auch die Einleitung einer Schmerztherapie unter palliativmedizinischen Aspekten ist jederzeit konsiliarisch möglich.

Ein großes Anliegen ist uns auch die Weiterversorgung nach dem stationären Aufenthalt. Hier erarbeiten wir zusammen mit Ihnen und Ihren Zugehörigen Konzepte, um eine bestmögliche Versorgung auch nach dem stationären Aufenthalt zu gewährleisten. Dies kann auf Ihren Wunsch hin im häuslichen Umfeld, aber auch in einem stationären Hospiz sein. Aus diesem Grund arbeiten wir eng mit ambulanten Hospizdiensten, ambulanten Palliativdiensten, Hausärzten und niedergelassenen Palliativmedizinern zusammen.
Um die Versorgung unserer Patienten optimal zu gewährleisten, haben sich Hausärzte, Ärzte des St. Laurentius Stifts Waltrop und des St. Vincenz-Krankenhauses Datteln, Pflegedienste der Region, das St. Elisabeth Hospiz Datteln und engagierte BürgerInnen der Region zum Palliativnetz Ostvest e.V. zusamengeschlossen.

www.caritas-datteln.de/hospiz.html
www.palliativnetz-ostvest.de

Es besteht jederzeit die Möglichkeit nach Terminabsprache einen Besichtigungstermin im direkt neben dem Krankenhaus gelegenen St. Elisabeth Hospiz zu vereinbaren. Auch die Begutachtung des häuslichen Umfeldes durch erfahrenes Pflegepersonal zur Optimierung der häuslichen Versorgung und Verordnung entsprechender Hilfsmittel ist möglich.

Sollten Sie unsicher sein, ob eine palliativmedizinische Behandlung für Sie sinnvoll ist, können Sie zunächst ein Beratungsgespräch vereinbaren.
Kontakt:
Sandra Weis, Oberärztin, Fachärztin für Innere Medizin, Palliativmedizin, Notfallmedizin
Telefon Sekr. Dr. Uflacker: 02363/108-2051